Wie bitte?

Was Sie schon immer mal wissen wollten und was unser Pfarrer hier gerne erklärt

Haben Sie eine Frage zur Kirche, dem Gottesdienst oder dem Gemeindeleben, die Sie immer mal wieder beschäftigt? Schreiben Sie uns! Oder sprechen Sie ein Kirchenvorstandsmitglied oder den Pfarrer direkt an.



Beten heißt viel lieben Drucken E-Mail
Geschrieben von: Elke Korell   
Samstag, den 30. April 2016 um 19:16 Uhr

„Kann man Beten lernen?“ Der Frage möchte ich nachgehen. Obwohl vielfach zu hören ist, unsere Zeit habe das Beten verlernt, möchte ich mit einem überzeugten Ja antworten. Ja man kann!

Das Gebet beginnt in und bei mir. In dem Wissen in väterlichen und mütterlichen Händen behütet und beschützt zu sein, ruht alles Vertrauen auch zu Gott in dem wir leben, uns bewegen und sind - (Apg. 17, 28) Schon im kindlichen Erfahrungsbereich kann durch Übung im Gebet das Vertrauen zu Gott wachsen.

Vor IHM kann ich im Gebet vertrauensvoll ohne jegliche Wertung meine persönlichen Anliegen zur Sprache bringen. – Deshalb fällt es auch schwer über das Beten zu sprechen, ich kann nur vom Gebet sprechen, denn es ist eine Herzenssache.

Gebet bleibt immer das Reden meines Herzens mit dem ich in Beziehung zu GOTT trete. Deshalb kann nicht meine Selbsterhaltung  mein Hauptanliegen sein, sondern SEINE  Sache. Der Frieden in der Welt und untereinander. Die Bewahrung seiner Schöpfung und Geschöpfe.

Geschichten, Zeugnisse über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg erzählen von der Kraft des Gebets, dem Mut den Menschen in der Hingabe zu GOTT entfalten.

Das Gebet gehört zu allen Religionen – ist sozusagen ihr Atem. Im Gebet findet die Seele ein Zuhause. – „An Gott glauben, bedeutet mit ihm in einen Dialog treten. “ Ganz sicher ist der, der betet glücklicher, selbst dann noch, wenn er es in Bedrängnis und Not tut.

„Seid beharrlich im Gebet“, mahnt und erinnert Paulus die ihm anvertrauten Gemeinden. Kol. 4, 2.

Mit Paulus der um Zweifel weiß, gehen viele Menschen konform. Alle kennen wir das Gefühl  - alles ist umsonst – Er aber bleibt trotz aller Anfechtungen im Gespräch mit Gott. Die alten Beter Israels sind ihm Vertraute und Lehrer: In leidenschaftlicher Sprache überzeugen davon die Texte der Psalmen.

Dem Herren musst du trauen, wenn dir`s soll wohl ergehn, auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.  - PSALM 37 -

„Gott ist mir näher, als ich mir selbst bin, “ gibt der Apostel später seine beglückende Erfahrung an uns weiter;

 

ER ist da - Ich kann mich IHM laut und leise, ja auch im Schweigen mitteilen. ER, der mich kennt bevor ich war, ist da. - „Vor dem Beten liegt das Schweigen,“

Für Menschen, die in ihrem Glauben fest verwurzelt sind, ist das selbstverständlich. Sie sind Gott immer nah. „Was ist Glaube anderes, als eitel Gebet;“ sagt Martin Luther.

Im Alltag sowie bei den wiederkehrenden Gebeten im Gottesdienst:

Im Vorbeten und Mitbeten, in der Wiederholung vertrauter Worte kann ich hier wie dort eigene Andacht erleben. Ich werde mitgenommen auf einen Weg der mich zur inneren Tiefe führt.

Ich höre – und erfahre am Ende

Gott hört mich und dich,

Ob nun in vorgegebenen Formulierungen, laut oder leise.

Ich kann:

Mich von Gott umarmen lassen -

Mich von Gott lieben lassen, einfach dafür, dass ich auf der Welt bin –

Mich darin üben, offen zu sein für IHN und die Menschen –

Mich durch die Gabe der Gnade und

Mich damit von IHM Gott selbst beschenken lassen.



Im Lukasevangelium hören wir von Jesus wie unser Gebet sein soll:  (Lukas 11,Verse 1 – 4)

Wir hören Worte Jesu die uns in seine Beziehung zu Gott seinem Vater mit hinein nehmen.

Abba, - Vater – in der Anrede verbirgt sich alles angesprochene Vertrauen. So beginnt das Gebet des Herrn. Die tiefe Sehnsucht nach gehört werden, nach Antworten in einer immer fragwürdigeren Welt drückt sich darin aus. Angenommen sein, bedingungslose Liebe, prägen diese ersten Worte im Gebet der Christenheit.

„Beten heißt viel  lieben.“

Damit vermittelt uns Jesus das Wesentliche über das Gebet.

Amen, so sei es.

 

Mit diesem Wort schließen wir jedes Gebet.  Und wenn es uns, die wir alles selbst schaffen wollen wirklich  ernst ist mit der Sache GOTTES, dann bleiben wir Bittende, Suchende und Anklopfende auf unserem Weg.

 

Ein Kanon, fasst mit wenigen Worten die vielen Worte zusammen:

Was wir brauchen gibt uns GOTT; Fröhlichsein und täglich Brot.

Es grüßt die Gemeinde Elke Korell

 

 

 

 
Prädikanten und Prädikantinnen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Elke Korell   
Sonntag, den 13. März 2011 um 18:38 Uhr

Warum und wozu gibt es Prädikant(en)innen?

Diese Frage beantwortet uns Elke Korell, Prädikantin in unserem Kirchspiel.

Was bewegt Menschen ein Ehrenamt in unserer evangelischen Kirche anzunehmen? Als Prädikantin dem Kirchspiel Niedergrenzebach zugeordnet unter der Obhut meines Mentors Herrn Pfarrer Auel möchte ich einmal die mir oft gestellte Frage, warum und wozu gibt es Prädikant(inn)en, beantworten. Es wird ein Versuch bleiben, denn Herzensangelegenheiten lassen sich nur schwer in Worte fassen. Vielleicht gelingt es mir, indem ich das Wort auf dem Hintergrund meiner Motivation buchstabiere:

P -  wie Priestertum aller Gläubigen – Den Ursprung finden wir im 1. Petrusbrief; „Dienet einander, ein jeder mit der Gabe die er empfangen hat als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“ Alle getauften Christen haben Anteil am Heilswerk Jesu – Vorraussetzung sind Spiritualität und theologische Befähigung. Die Beauftragung der Prädikant(inn)en erteilt der Bischof.

Protestant(in) sein im Gebet, Wort und Gesang „Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen so gut es kann und weiß..“

R -  Rethorik, Redekunst

Ä = A – E –

Aufgaben, in die

Erfahrungen des eigenen Lebens einfließen,

Ehrlichkeit im Umgang mit Wort und Sakrament sind die Vorraussetzung das

Abendmahl zu zelebrieren.

D -  Dogmatik – die Lehre vom christlichen Glauben, Demut und Dank vor Gott

I ..-  Interesse an Exegese, sprich Auslegung der Schrift,

Ideen die Gottesdienst und Gemeinde bereichern.

K -  Konfirmandenarbeit

Kraft im Wissen um die Botschaft des Evangeliums. Über das

Kirchspiel hinaus Verkündigung mit Freude

Konkretes Beten.

A -  Abendmahl - in guter Atmosphäre Gottesdienste als Fest des Lebens gestalten und feiern.

N -  Niedergrenzebach, dem Kirchspiel im Ehrenamt zum

Nutzen und verbunden.

Nahrung aus Gottes Wort, Quelle die unerschöpflich ist.

T -  Treue, Träume, Trauungen, Taufen.

I ..-  Ideologie die mich unbeirrt am Glauben fest hält in der Erkenntnis; „Wird Christus tausendmal geboren und nicht in dir du bleibst doch ewiglich verloren.“ Angelus Silesius

N -  Nachdenken, nicht nachlassen, neugierig bleiben auf das, was Gott zu sagen hat.

 

„Was ist dein und mein Leben wert, wenn es nicht im schlichten Gutsein des Herzens,

in der Freundlichkeit jedes Begegnens, in dem Verlangen,

eine Menschenseele froh zu machen, sein höchstes Ziel sieht.“ (Martin Luther)

Gott befohlen, eure Prädikantin Elke Korell

 


Erzähle von Jesu Passion

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